Jeremy Wade

Jeremy Wade (DCI)

Biologe und Extrem-Angler

Jeremy Wade ist Biologe, Extrem-Angler und Schriftsteller, der sich auf Reisen und Naturgeschichte spezialisiert hat. Er ist dafür bekannt, mithilfe des Angelns an abgelegenen Orten, insbesondere im Kongo und im Amazonas-Gebiet, einen Blick unter die Oberfläche des menschlichen Lebens zu werfen. Er wuchs im ländlichen Suffolk im Vereinigten Königreich auf, studierte Zoologie an der Universität Bristol und unterrichtete später Biologie an einem Gymnasium in Kent.

Seine Angel-Karriere begann Wade am Fluss Stour in der Suffolk-Region; er angelte später in stillen Gewässern, um Karpfen und Welse zu fangen. Mit 16 war er das jüngste Mitglied der British Carp Study Group. Mit Anfang 20 hing er jedoch seine Angelrute an den Nagel, eine unsoziale Reaktion auf die überbevölkerten Seen in Großbritannien. Inspiriert von einem Artikel in einer Zeitschrift über den Fang von Mahseer, reiste er 1982 nach Indien.

Inzwischen hat er Expeditionen nach Südostasien, nach Zaire (heute Demokratische Republik Kongo), in die Volksrepublik Kongo (heute Republik Kongo), nach Indien (erneut) und in das Amazonas-Gebiet gemacht. Während dieser Reisen erkrankte er an Malaria, wurde wegen Spionage verhaftet, entkam nur knapp dem Ertrinken und überlebte einen Flugzeugabsturz. Übergangsweise arbeitete er als Reiseleiter, Kraftradmelder, Aushilfslehrer, Kunstlehrer, Übersetzer (Portugiesisch - Englisch), PR-Berater, Tellerwäscher und Zeitungsreporter. Eine Zeit lang war er Senior-Texter in einer Werbeagentur, bis der Druck zu groß wurde.

1992 veröffentlichte er Somewhere Down the Crazy River (zusammen mit Paul Boote geschrieben). Dieses Buch erzählt von der Wiederentdeckung des Mahseers in Indien und des Goliath-Tigerfisches im Kongo und gilt als einer der Klassiker der Angellliteratur. Aber sein Händchen für die Entdeckung seltener Kreaturen ist nicht nur auf Fische beschränkt. 1994 wurden Wissenschaftler von einem Tier vor ein Rätsel gestellt, das er im Amazonas fotografiert hatte. Als er im Jahr darauf von der BBC National History Unit ausgesendet wurde, gelang es ihm, nach einer fünfwöchigen Observierung, dieses Tier zu filmen. Mittlerweile hat er einen weiteren Amazonas-Mythos verfolgt – die riesigen Arapaimas – Thema seiner britischen Fernsehreihe Jungle Hooks (dt.: Der Fang des Lebens am Amazonas) aus dem Jahr 2002. Seine Reihe Jungle Hooks: India (dt.: Der Fang des Lebens in Indien) aus dem Jahr 2006 berichtet ebenfalls über eine Unterwasser-Kreatur, die vorher noch nie im Fernsehen zu sehen war.

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