Strouds Vorstellung von einer Landpartie weicht wahrscheinlich etwas von der allgemeinen ab: Er bricht allein in die entlegensten Gegenden auf, nur mit ein paar Kameras im Gepäck, die seine Erlebnisse dokumentieren.
Vom Packeis in der Arktis bis zu den dampfenden Urwäldern Mittelamerikas – in Survival Man beweist Stroud seine außerordentlichen Fähigkeiten als Überlebenskünstler und meistert die unglaublichsten Situationen. In jeder Folge wird er irgendwo in der Wildnis ausgesetzt und komplett sich selbst überlassen, ohne Lebensmittel, ohne Trinkwasser und Unterkunft, ja noch nicht einmal mit Streichhölzern.
Stroud startete seine Filmkarriere in den 1980er Jahren als Musikvideo-Produzent für MuchMusic, einen Musiksender im kanadischen Fernsehen. Als er irgendwann aus einem Bürofenster auf eine schmale Gasse in der Stadt blickte, kam in ihm plötzlich der Gedanke auf, davonzulaufen – in die Wildnis.
1987 machte er genau dafür eine Pause und bereiste die folgenden sieben Jahre Kanada als Kanu-Guide und Naturführer. Er gründete seine eigene Outdoor-Firma namens Wilderness Voice (die auch heute noch existiert) und paddelte unzählige kanadische Flüsse hinab.
Als Stroud seine Lebenspartnerin Sue Jamison (ebenfalls Naturfreak und Fotografin) traf, zogen sich die beiden ein ganzes Jahr in die Wälder im Norden Ontarios zurück und lebten wie vor 500 Jahren – ohne Zündhölzern, ohne Metall und ohne Zelt – nur mit einer Steinaxt und ihrem Wissen über traditionelle Überlebenstechniken im Busch.
Stroud filmte das gesamte Abenteuer und veröffentlichte ihre Odyssee als einstündigen Dokumentarfilm „Snowshoes and Solitude“ und wurde mit Preisen auf verschiedenen Filmfestivals geehrt. Neben seiner Karriere als Filmemacher ist Les Stroud auch professioneller Musiker.
Mit selbstgebauter Kamera-Ausrüstung und jeder Menge schwarzem Humor bricht Les Stroud auf, um 9 Wochen lang seinen Überlebenskampf als Survival Man an neun verschiedenen Orten zu dokumentieren. Ob ausgesetzt an einer Küste in den Tropen oder mitten in der Wüste – Les Stroud treibt das autarke Leben ins Extreme.
