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Fragen an Tim - Team Schrick auf DMAX - Motor

Team Schrick (DMAX)

Fragen an Tim Schrick

F: Tim, du hast dein ganzes Leben an Rennstrecken, in Rennautos und mit Rennmotoren verbracht. Hattest du schon immer den Wunsch, ein eigenes Auto zu bauen und ein Rennteam auf die Beine zu stellen?

Tim Schrick: „ Eigentlich habe ich schon immer davon geträumt, ohne dass es mir wirklich bewusst war. Auch mein Vater hatte diesen Wunsch, hat sich aber nie wirklich getraut, ihn in die Tat umzusetzen. Als er vor knapp zwei Jahren plötzlich starb, wurde mir klar, dass ich unseren gemeinsamen Traum jetzt verwirklichen muss. Ich bin in den vergangenen Jahren schon öfter in verschiedenen Teams 24-Stunden-Rennen gefahren, unter anderem mit Jörg van Ommen auf dem Wiesmann R-GT und mit Kurt Thiim auf einem Nissan 350Z. Hat riesigen Spaß gemacht, trotzdem sind mir immer wieder Kleinigkeiten aufgefallen, die ich anders gemacht hätte. Aber klar, wenn ich das Projekt nicht selber in die Hand nehme, mein eigenes Auto baue und mein eigenes Team zusammenstelle, brauche ich mich auch nicht beschweren. Mir war auf einmal bewusst, dass ich dieses Projekt jetzt durchziehen muss, dass mir sonst etwas Wichtiges im Leben fehlen würde. Außerdem haben sich viele Menschen in meinem engeren Umfeld, die echte Profis auf ihrem Gebiet sind, für meine Idee begeistert. Alle wollten mich unterstützen. Ein tolles Gefühl, das mich in Zeiten bestärkt, in denen es mal nicht so gut läuft.“

F: Die Rennleitung des 24h-Rennens auf dem Nürburgring, bei dem du im Mai startest, hat kurzfristig das Reglement geändert, was
unmittelbar Auswirkungen auf die Motorenentwicklung hat. Hattest du damit gerechnet?

Tim Schrick: „Nein. Ich dachte, das Reglement wird erst 2010 geändert. Diese Verordnung der Rennleitung hat natürlich meine ganze Planung über den Haufen geworfen. Aber so ist das halt manchmal. Nachdem die Änderung bekannt gegeben wurde, haben wir uns im Team sofort zusammengesetzt und über Alternativen nachgedacht. Ich glaube, wir haben die richtige Entscheidung getroffen, und das wird ne ganz spannende Sache.“